Holz speichert während seines Wachstums große Mengen CO₂ und trägt so aktiv zur Reduktion von Treibhausgasen bei. Voraussetzung hierfür ist eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder, bei der mehr Holz nachwächst als entnommen wird. Zertifikate wie FSC oder PEFC belegen einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource und sichern den langfristigen Bestand der Wälder. Nachhaltige Forstwirtschaft schützt die Artenvielfalt, verhindert Erosion und erhält wichtige Lebensräume. In Kombination mit moderner Holzverarbeitung werden so langlebige und ökologische Baustoffe bereitgestellt.
Die Entwicklung neuer Holzbauweisen, wie Holzrahmen-, Massivholz- oder Modulbau, zeigt, dass moderne Technik und nachhaltige Materialien Hand in Hand gehen. Innovative Verbindungstechniken ermöglichen es, komplexe und stabile Tragwerke zu errichten, die auch große Spannweiten und außergewöhnliche Formen zulassen. Dabei sind die energetischen und bauphysikalischen Eigenschaften von Holz vorteilhaft: Es bietet natürlichen Wärmeschutz, reguliert die Luftfeuchtigkeit und sorgt so für ein angenehmes Raumklima. Präzise Vorfertigung und eine kurze Bauzeit sind weitere Pluspunkte des modernen Holzbaus.
Im städtischen Raum gewinnt der Holzbau zunehmend an Bedeutung. Durch leichte Konstruktionen und modulare Systeme kann Holz selbst für mehrgeschossige Gebäude eingesetzt werden. Dies eröffnet neue Möglichkeiten im verdichteten Bauen und macht nachhaltige Architekturlösungen im urbanen Umfeld attraktiv. Herausforderungen ergeben sich vor allem bei brandschutztechnischen Anforderungen und der Anpassung an bestehende Bauordnungen. Doch innovative Forschung und Entwicklung ermöglichen stetig verbesserte Lösungen, sodass Holz zunehmend eine ernstzunehmende Alternative zu klassischen Baumaterialien darstellt.